FAQ

Hier finden Sie eine Übersicht von Fragen, welche wir in der Vergangenheit häufig von unseren Besuchern gestellt bekommen haben. Sollte Ihre ganz persönliche Frage hier nicht beantwortet werden, können Sie uns diese gerne per E-Mail zukommen lassen.

Wie funktioniert eine Ratenzahlung?»

Ein Kauf auf Raten folgt im Grunde einem einfachen Prinzip. Sie möchten etwas kaufen, beispielsweise eine neue Waschmaschine oder einen Kühlschrank, können oder wollen aber den Kaufpreis nicht auf einmal aufbringen. Also vereinbaren Sie mit dem Händler oder über eine durch den Händler vermittelte Bank eine Ratenzahlung. Das bedeutet, dass Sie den Kaufpreis in monatlichen Teilzahlungen leisten, die Kaufsache aber sofort erhalten.

Effektiv handelt es sich bei einer Ratenzahlung um einen Kredit, mit allen Pflichten, die aus diesem erwachsen. Das bedeutet, dass Ihnen ein Eintrag bei der Schufa droht, wenn Sie Ihre Raten nicht oder zu unregelmäßig zahlen. Außerdem ist eine Ratenzahlung wie ein Kredit oft mit einem Zinssatz verbunden, der allerdings im Normalfall deutlich höher ausfällt als bei normalen Verbraucherkrediten über eine Bank. Zinssätze zwischen 10 und 18 Prozent sind keine Seltenheit. Einige Händler bieten aber – gelegentlich oder sogar dauerhaft – auch 0-Prozent-Finanzierungen an.

Wie läuft eine Bonitätsprüfung ab?»

Das gesamte gesellschaftliche Leben ist unmittelbar an die Bonitätsprüfung gebunden. Möchten Sie Ihre Wohnung wechseln, einen Handyvertrag abschließen, einen Ratenkauf beantragen oder einer Zahlung auf Rechnung vereinbaren, kommt es automatisch zur Bonitätsprüfung online oder offline.

Dieser wirtschaftlich finanzielle Fachbegriff lässt sich mit der Überprüfung der eigenen finanziellen Liquidität sowie der Zahlungsmoral gleichsetzen. Vor dem jeweiligen Vertragsabschluss wird ein Vertragspartner die Bonität eines Antragstellers oder eines Unternehmens überprüfen, um so wenig Risiken wie nur möglich einzugehen. Auf diese Weise lässt sich die Bonitätsprüfung auch als Kreditwürdigkeitsprüfung bezeichnen.

Bonitätsprüfung von Unternehmen: Haben Sie das gewusst?

Bedenken Sie, dass die Bonitätsprüfung auch von der Telekom, von Paypal, Klarna, Otto  und Co. vorgenommen wird. Nach der Prüfung der Bonität stellt der jeweilige Anbieter Ihnen Ihre persönlichen Möglichkeiten zusammen.

Was passiert bei der Bonitätsprüfung?

Die Basis einer jeden Bonitätsprüfung bildet die wirtschaftlichen und die persönlichen Verhältnisse des Antragstellers sowie seine rechtlichen Verhältnisse. Im letzten Fall handelt es sich um die Kreditfähigkeit. Auf der Grundlage spezifischer Parameter wird das Zahlungspotenzial des Antragstellers bestimmt. So ziehen die aktuellen Bonitätsprüfungen neben quantitativen auch qualitative Kriterien zu Grunde.

Im Privatkundengeschäft sowie im Einzelhandel wird routinemäßig eine Auskunft der SCHUFA eingeholt. Diese macht eine unmittelbare Aussage über das Zahlungsverhalten eines potentiellen Vertragspartners. Das Credit Scoring Verfahren wiederum zählt zu den objektiven Bonitätsbeurteilungen auf statistisch mathematischer Basis.

Welche Agenturen analysieren die Bonität eines Kunden?

Darüber hinaus erfolgt im Zuge einer Bonitätsprüfung eine Einstufung des Risikos über ein Ratingsystemen. Im Zuge der Zeit haben sich spezialisierte Ratingagenturen gebildet, die so genannte unternehmenseigene Bonitätsprüfungen durchführen. Doch im Zuge einer Bonitätsprüfung kann es auch zu Fehlern kommen. Sind mit der Zahlungsmoral des Vertragspartners Risikofaktoren verbunden, muss es nicht gleich zur Ablehnung eines Ratenkaufs kommen, wenn der Antragsteller weitere Sicherheiten, wie zum Beispiel einen zweiten Kreditnehmer bietet.

Hier gilt folgende Leitformel: Je besser die Bonitätsprüfung ausfällt und die Bewertung der  Zahlungsmoral des KunWas den, desto günstiger fallen die Finanzierungsmittel für den Antragsteller aus.

Wann verjähren Ratenzahlungen?»

Für gewöhnlich verjähren schuldrechtliche Verpflichtungen zum Ende des dritten Jahres, das auf das Jahr folgt, in dem der Anspruch entstand (§ 195 BGB). Wenn der Anspruch also beispielsweise am 11.07.2014 entstand, so verjährt er dementsprechend am 01.01.2018.

Im Falle einer Ratenzahlung gilt dies so jedoch nicht, da gemäß § 212 Abs. 1 Nr. 1 BGB die Verjährung neu beginnt, wenn der Schuldner em Gläubiger gegenüber den Anspruch durch Abschlagszahlung anerkennt. In der Praxis dürfte dies bedeuten, dass jede von Ihnen geleistete Ratenzahlung die Verjährung neu beginnen lässt (vgl. OLG Brandenburg, Urteil vom 11.07.2007, Az: 4 U 173/06).

Das Aussitzen von Ratenzahlungsvereinbarungen mit der Hoffnung, dass der Anspruch verjähren wird, erfordert aber viel Sitzfleisch und ist darüber hinaus nur bedingt erfolgsversprechend. Schließlich sind auch die Gläubiger nicht auf den Kopf gefallen, und die §§ 203 – 208 BGB geben ihnen eine Reihe von Möglichkeiten, um die Verjährung zu hemmen. So hemmt beispielsweise die Klage auf Leistung oder Feststellung des Anspruchs ab der Rechtshängigkeit der Klage die Verjährung (§ 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB).

Wer ist der Eigentümer bei einer Ratenzahlung?»

Ein Ratenkauf zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Sie nicht den kompletten Kaufpreis auf einmal begleichen müssen. Stattdessen leisten Sie den Kaufpreis in Teilzahlungen. Unter Umständen wirkt sich die Ratenzahlung auf die Eigentumssituation bezüglich der Kaufsache aus. Hierbei sind zwei Fälle zu unterscheiden:

Ratenzahlungsvereinbarung direkt mit dem Händler

Wenn Sie die Vereinbarung für den Ratenkauf direkt mit dem Händler treffen, Ihre Raten also auch an diesen zahlen, dann übergibt dieser Ihnen die Kaufsache zumeist nur unter einem Eigentumsvorbehalt. Das bedeutet, dass die Kaufsache im Eigentum des Verkäufers bleibt, bis die letzte Rate gezahlt ist. Sie erlangen lediglich Besitz an der Kaufsache, mit anderen Worten: Sie bekommen das Objekt Ihrer Begierde zugeschickt oder können es gleich mitnehmen, aber es gehört weiterhin dem Händler, bis Sie den kompletten Kaufpreis gezahlt haben.

Dies bedeutet in der Theorie, dass Sie das erworbene Produkt auch nicht wieder verkaufen dürfen, solange Sie noch Raten zahlen. In der Praxis wird dies dem Händler aber egal sein, solange sie weiter Ihre Raten zahlen.

Die Vereinbarungen zum Eigentumsvorbehalt finden sich oft in den AGB des Händlers, es lohnt sich also, diese auch wirklich zu lesen.

Ratenzahlung über eine Bank

In vielen Fällen läuft der Ratenkauf jedoch gar nicht direkt über den Händler. Viele Onlineshops und Ladengeschäfte kooperieren mit einer Bank, über die der Kauf auf Raten realisiert wird. Sie schließen dann einen Vertrag über einen Konsumentenkredit mit der Bank. Wenn dieser bewilligt wird, zahlt die Bank den Kaufpreis an den Händler. In diesen Fällen stellt sich die Eigentumssituation etwas anders dar:

Ihr Vertrag mit dem Händler erhält dann keinen Eigentumsvorbehalt. Dies ist auch gar nicht möglich, da die Bank schließlich den kompletten Kaufpreis zahlt. Theoretisch wäre ein Klausel in dem Kreditvertrag mit der Bank möglich, die regelt, dass das Eigentum an der Kaufsache auf die Bank übergeht, bis Sie alle Raten gezahlt haben. Solch eine Klausel wird als Sicherheitsübertragung bezeichnet. In der Praxis werden Sie eine solche Regelung in Ihrem Kreditvertrag aller Wahrscheinlichkeit nach nicht finden.

Im Falle einer Ratenzahlung über eine Bank werden Sie also nach Zahlung des Kaufpreises durch das Kreditinstitut Eigentümer der Kaufsache. Das bedeutet, dass Sie diese auch sofort wieder weiterverkaufen können.

Was ist der Unterschied zwischen Leasing und Ratenzahlung?»

Die Frage, ob ein Ratenkauf oder ein Leasingvertrag das Mittel der Wahl sein soll stellt sich vor allem bei größeren Anschaffungen, wie zum Beispiel einem Neuwagen. Damit Sie diesbezüglich eine wohl überlegte, informierte Entscheidung treffen können, wollen wir im Folgenden den Unterschied zwischen Leasing und Ratenkauf anhand des gebräuchlichen Beispiels Autokauf kurz erklären.

Kauf auf Raten

Bei einem Ratenkauf vereinbart der Autohändler mit dem Kunden die Zahlung des Kaufpreises in einzelnen Raten und vereinbart gegebenenfalls noch einen Zinsaufschlag. Es ist dabei unerheblich, ob es sich um einen Neuwagen oder ein gebrauchtes Fahrzeug handelt – eine Ratenzahlung kann in beiden Fällen vereinbart werden. Als Resultat zahlt der Kunde den Kaufpreis sowie die aus dem Ratenvertrag entstehenden Zinsen über eine festgelegte Laufzeit monatlich ab. Dem Kreditnehmer wird im Rahmen des Ratenkaufvertrags eventuell die Möglichkeit geboten, die Raten durch eine Anzahlung oder eine höhere Schlussrate niedrig zu halten.

Beim Ratenkauf eines Autos wird in den meisten Fällen ein Eigentumsvorbehalt (bei einer Ratenkaufvereinbarung direkt mit dem Händler) oder eine Sicherheitsübertragung (bei einem Konsumentenkredit mit einer Bank) vereinbart. Das Eigentum an dem Auto geht damit nach Zahlung aller Raten automatisch auf den Käufer über.

Leasing

Das englische Substantiv „Leasing“ kommt von dem Verb „to lease“, was wiederum übersetzt „mieten“ bedeutet. Und genau das beschreibt den strukturellen Unterschied zwischen Leasing und Ratenkauf: Während es bei einem Ratenkauf um die Zahlung des Kaufpreises in Teilsummen geht, handelt es sich bei einem Leasing-Vertrag um einen besonders ausgestalteten Mietvertrag. Wer ein Fahrzeug least, der mietet es für eine bestimmte Zeit vom Autohaus, ohne dabei zum Eigentümer zu werden. Der Leasingvertrag wird für eine bestimmte Zeit geschlossen und hat den Vorteil, dass der Leasingnehmer ein Neufahrzeug fährt, ohne dass ihm dabei die Verantwortung der Eigentümerposition zufällt. Nach Ablauf des Leasingvertrages gibt es zwei Möglichkeiten, die allerdings bereits im Vorfeld vertraglich bestimmt werden: Entweder der Leasingnehmer gibt das Fahrzeug an das Autohaus zurück, oder aber es wurde eine Kaufoption vereinbart. Im letzteren Fall kann der Leasingnehmer das Fahrzeug auf Wunsch gegen Zahlung einer vorher vereinbarten Summe übernehmen.

Nachteile entstehen aus dem Leasingvertrag vor allem dann, wenn bei der Rückgabe vom eingangs vereinbarte Zustand des Fahrzeugs abgewichen wird. Die meisten Leasingverträge begrenzen die Anzahl der Kilometer, die der Leasingnehmer mit dem Fahrzeug zurücklegen darf. Hat er bei der Rückgabe mehr Kilometer zurückgelegt als vereinbart, dann wird er unter Umständen gegenüber dem Autohaus schadensersatzpflichtig. Gleiches gilt für eventuell vorhandene Schäden am Fahrzeug.

Finanzierung oder Leasing?

Die Entscheidung, ob eine Finanzierung oder ein Leasing vorteilhafter wäre, ist immer von individuellen Faktoren abhängig. Generell gilt: Für Privatpersonen lohnt sich das Leasing nur in den seltensten Fällen. Anders sieht es bei Freiberuflern oder Selbstständigen aus: Sie können durch den Leasingvertrag steuerliche Vorteile geltend machen – für sie lohnt sich das Leasing oft.

Die Vor- und Nachteile des Leasing treffen natürlich nicht nur auf Auto-Leasing-Verträge zu, sondern können auch auf alle anderen Leasing-Fälle übertragen werden. Jedoch sind Automobile wohl der häufigste Anwendungsfall für Leasing-Verträge.

Was braucht man für eine Ratenzahlung?»

Die Voraussetzungen für eine Ratenzahlung sind von Händler zu Händler verschieden. Das wichtigste, was Sie für eine Ratenzahlung benötigen, ist eine gute Bonität. Ohne diese wird sich kaum ein Händler darauf einlassen, Ihnen einen Kauf auf Raten zu gewähren. Das liegt daran, dass eine schlechte Bonität auf schlechte Zahlungsmoral hindeutet. Je besser Ihre persönliche Bonität, desto geringer ist die Ausfallwahrscheinlichkeit für Ihre Ratenzahlung, was sich natürlich in einem kleineren Risiko für den Händler niederschlägt. Um Ihre Bonität zu prüfen, holen die meisten Händler eine Auskunft bei der Schufa und bei anderen Wirtschaftsauskunfteien ein.

Neben Ihrer Bonität gibt es ein paar Voraussetzungen, die eigentlich für die meisten Ratenzahlungen vorliegen müssen:

  • Ein deutsches Bankkonto
  • Ein fester Wohnsitz in Deutschland
  • Ein Mindestalter von 18 Jahren

Besonders viele Unterlagen sind für den Kauf auf Raten nicht notwendig. Unter Umständen müssen Sie dem Ratenvertrag eine Kopie Ihrer Kreditkarte beilegen. Außerdem verlangen die Händler ab einer bestimmten Kreditsumme zumeist Nachweise über Ihr Einkommen.

Des weiteren benötigen Sie einen gültigen Personalausweis, um sich bei dem zumeist genutzten PostIdent-Verfahren ausweisen zu können.

Ratenzahlung ohne Schufa-Auskunft – geht das?»

Nur wenige Händler bieten eine Ratenzahlung an, ohne vorher Ihre Bonität bei der Schufa zu prüfen. Das bedeutet aber nicht, dass ein Ratenkauf ohne Schufa-Auskunft unmöglich ist. Wenn Sie lange genug suchen, finden Sie unter Umständen einen Händler, der das gewünschte Produkt anbietet und beim Kauf auf Raten auf eine Schufa-Auskunft verzichtet. Allerdings sollten Sie in solchen Fällen den Ratenvertrag genau prüfen, bevor Sie ihn unterschreiben. Oft gibt es versteckte Fallstricke. Außerdem lassen sich die Händler und Banken das höhere Risiko teuer bezahlen. Ratenkredite ohne Schufa-Auskunft haben für gewöhnlich sehr hohe Zinsen.

Alle Versandhäuser mit Ratenzahlung

Eine Ratenzahlung ohne Schufa-Auskunft ist also nicht ausgeschlossen. Sie sollte aber die letzte Möglichkeit darstellen und will wohl überlegt sein.

Was ist der Unterschied zwischen Stundung und Ratenzahlung?»

Im Zusammenhang mit Kaufverträgen oder anderen Verträgen, die eine Seite zu einer Zahlung verpflichten, ist häufiger von einer Stundung die Rede. Diese wird nicht selten mit der Ratenzahlung gleichgesetzt. Das ist jedoch nicht zutreffend – es gibt wesentliche Unterschiede zwischen der Zahlung in Raten und einer Stundung.

Bei einer Ratenzahlung vereinbaren die Vertragsparteien die Stückelung des Kaufpreises auf mehrere Teilbeträge, die regelmäßig beglichen werden müssen. Bei einer Stundung jedoch handelt es sich um einen Schuldänderungsvertrag i. S. v. § 311 Abs. 1 2. Alt. BGB, in dem die Vertragsparteien eine Verschiebung der Fälligkeit einer bestimmten Forderung vereinbaren. Zum vereinbarten Zeitpunkt ist dann im Regelfall der Gesamtbetrag zu zahlen.

Was wird beim Ratenkauf geprüft?»

Wenn Sie einen Ratenkauf beantragen, gibt es verschiedene Punkte, die von dem Händler oder der Bank geprüft werden. Zum einen müssen Sie die Grundvoraussetzungen erfüllen. Um einen rechtsgültigen Vertrag eingehen zu können, müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein. Dies wird in den meisten Fällen über das Postident-Verfahren geprüft, bei dem Sie sich ausweisen müssen. So wird gleichzeitig Ihre Identität und Ihr Alter überprüft.

Ihre restlichen Angaben werden zumeist gemeinsam mit Ihrer Bonität geprüft. Die Anfrage bei der Schufa und anderen Wirtschaftsauskunfteien wie Infoscore stellt somit den wichtigsten Punkt bei der Überprüfung eines Antrags auf Ratenzahlung dar. Der Händler bzw. die Bank kann über die Schufa ihr deutsches Bankkonto sowie ihren Wohnsitz verifizieren. Außerdem, und das ist der für den Kreditgeber wichtigste Punkt, liefert die Schufa Auskunft über Ihre Bonität, also ihre wirtschaftliche Zuverlässigkeit.

Die Bonität als wichtigste Prüfungspunkt

Ihre Bonität ermittelt der Kreditgeber anhand mehrere Faktoren. Zum einen ist da das Scoring. Die Schufa und andere Wirtschaftsauskunfteien vergeben anhand Ihres bisherigen Zahlungsverhaltens mehrere Score-Werte. Neben dem allgemeinen Schufa-Scoring gibt es auch noch branchenspezifische Scorings.

Ihr Scoring bei der Schufa ist vielen Faktoren unterworfen. Aufgetretene Zahlungsschwierigkeiten wirken sich negativ auf Ihr Scoring aus, wohingegen pünktlich abbezahlte Kredite sich positiv auswirken. Außerdem können Faktoren wie häufiger Wohnortwechsel oder eine hohe Anzahl an Kreditkarten in ihrem Namen sich negativ auf Ihr Scoring auswirken. Es ist ein Irrglaube, dass die Tatsache, dass Sie nie Kredite aufnehmen sich automatisch in einem guten Schufa-Score niederschlägt. Im Gegenteil: Pünktlich abbezahlte Kredite zeigen der Schufa, dass auf Sie wirtschaftlich Verlass ist.

Neben dem Scoring können über Sie auch negative Einträge bei der Schufa vorhanden sein. Dies geschieht zum Beispiel, wenn jemand einen rechtlichen Titel gegen Sie erwirkt oder ein Mobilfunkvertrag wegen Nichtzahlung gekündigt wird. Diese Einträge verfolgen Sie über einen Zeitraum von drei Jahren und minimieren Ihre Chancen auf einen Ratenkredit.

Denn Ihre Bonität ist der entscheidende Faktor bei der Vergabe von Konsumentenkrediten – und um genau einen solchen Kredit handelt es sich bei der Ratenzahlung nämlich. Auch wenn Sie alle anderen Voraussetzungen erfüllen, wird kaum ein Händler das Risiko eingehen wollen, sich bei schlechter Bonität mit Ihnen auf einen Kauf auf Raten einlassen zu wollen.

Ist eine Ratenzahlung trotz Hartz 4 bzw. Arbeitslosigkeit möglich?»

Für viele ALG-I- oder Hartz-4-Empfänger stellt sich die Frage, ob sie eine neue Anschaffung in Raten zahlen können. Dies ist nicht ganz einfach zu beantworten. Die schlechte Nachricht zuerst: Arbeitslosen Verbrauchern wird es in der Regel schwerer fallen, auf Raten zu kaufen. Die gute Nachricht ist, dass ein Ratenkauf für Arbeitslose dennoch nicht ausgeschlossen ist. Wie so oft im Leben lautet die richtige Antwort: Es kommt darauf an.

Ratenkauf trotz Hartz 4

Gute Chancen haben Hartz-4-Empfänger bei Händlern, die selber eine Ratenzahlung anbieten. Zu solchen gehören zum Beispiel die großen Versandhändler wie etwa Otto. Diese prüfen im Rahmen der Bonitätsprüfung häufig lediglich die Schufa-Einträge des Verbrauchers. Wenn keine negativen Einträge vorhanden sind, steht dem Kauf per Ratenzahlung trotz Hartz 4 nichts mehr im Weg.

Schwierig wird es, wenn der Händler bzw. der Kreditgeber nicht nur die Schufa-Einträge abfragt, sondern auch das Einkommen. Da Hartz-4-Empfänger über kein nennenswertes Einkommen verfügen, werden die Anträge auf Ratenzahlung dann häufig abgelehnt. In der Regel wird das Einkommen vor allem dann abgefragt, wenn Dritte wie etwa Banken in die Ratenzahlung involviert sind. Diese interessieren sich neben den Schufa-Daten oft auch für das Einkommen der Antragssteller. Naturgemäß haben es Arbeitslose hier schwer.

So klappts mit der Ratenzahlung als Arbeitsloser

Die Voraussetzungen für die Ratenzahlung unterscheidet sich von Händler zu Händler. Wenn Sie als Arbeitsloser etwas auf Raten kaufen wollen, sollten Sie daher Ausschau nach Händlern halten, die die Ratenzahlung direkt ohne Dritte zu involvieren anbieten.

Wenn Sie dennoch einen ablehnenden Bescheid bekommen, ist das kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Versuchen Sie Ihr Glück einfach bei einem anderen Händler. Mit etwas Glück und Ausdauer ist es häufig auch für Hartz-4-Empfänger möglich, einen Einkauf in Raten zu zahlen.